FWG besucht Historisches Quartier in Altenkirchen

Die Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hatte ihre Mitglieder mit Partner zu einem allgemeinen Austausch ins historische Quartier in Altenkirchen eingeladen.

Als besondere Gäste wurden Verbandsgemeindebürgermeister Fred Jüngerich und Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz vom 1. Vorsitzenden der FWG Jörg Gerharz begrüßt. Im Anschluss übernahm Jürgen Kugelmeier als Fraktionssprecher der FWG im Stadtrat Altenkirchen das Wort. Er wies darauf hin, dass die FWG eine absolut treibende Kraft zum Aufbau des Historischen Quartiers gewesen ist. Heute ist man als Altenkirchener stolz auf dieses Museum. Durch die wechselnden Ausstellungen über die Geschichte von Altenkirchen ist und bleibt diese Einrichtung interessant.

Dies konnte auch Uli Stope, als 1. Vorsitzender des Fördervereins, nur bekräftigen. Er stellte den Anwesenden die neuen Errungenschaften von Münzen und Geldscheinen vor. Ausgestellt in den neuen Glasvitrinen kommen diese Raritäten besonders zur Geltung.

Im Anschluss sprachen die beiden Bürgermeister. Einhellig lobten und hoben sie die Bedeutung des Historischen Quartiers hervor. Die aktuelle Ausstellung zeigt Gaststätten, Kneipen und Restaurants von damals und heute.

Gestärkt durch Kaffee, Kuchen, Flammkuchen und Federweißer wurde sich zu lockeren Gesprächsrunden aufgestellt, aber – und dies war ja der eigentliche Grund – die Ausstellung intensiv betrachtet.

Vorsitzender Gerharz überreichte den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Uli Stope, Wolfgang Becker und Markus Trepper Präsente als Dank für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

FWG Altenkirchen-Flammersfeld besucht Tafel in Altenkirchen

Die stark steigenden Zahlen der Bedürftigen bei der Tafel in Altenkirchen veranlasste die FWG Altenkirchen-Flammersfeld sich einen Überblick über die Aktivitäten und im Besonderen über die konkret bestehenden Notwendigkeiten der Tafel zu beschaffen. Eine Abordnung bestehend aus dem Fraktionssprecher Franz Weiß, dem Flammersfelder Bürgermeister Manfred Berger und dem Geschäftsführer der FWG Dirk Euteneuer besuchte die Tafel. Heike und Achim Gelhaar, beide auch Mitglied der FWG, sind aktiv bei der Tafel engagiert und erwirtschaften mit der „Marktwurst“ auch permanent Gelder, welche die Tafel gut gebrauchen kann.

Es ist absolut bemerkenswert zu sehen, mit welchem Engagement die 25 ehrenamtlich tätigen Personen, der unterschiedlichsten Nationalitäten, sich für das Wohl der Bedürftigen einsetzen. Von den Damen Hillmer und Krämer kamen nur lobende Worte über die mit der Tafel zusammenarbeitenden Geschäfte und Bäckereien. Obwohl natürlich auch das Verständnis der handelnden Personen dafür da ist, dass diese Partner immer mehr versuchen deren Rückläufer oder Lagerposten zu reduzieren. Somit gehen unwillkürlich auch die zu übernehmenden Mengen für die Tafel zurück und dies bei steigenden Zahlen der Bedürftigen.

Der Ausgabetag ist jede Woche der Dienstag. Montags sind die ersten Helfer unterwegs und fahren die Geschäfte an. Wichtig ist hierbei zu bemerken, dass man dankenswerterweise einen Kleintransporter von einem Reuffelbacher Autohaus zur Verfügung gestellt bekommt. Ansonsten werden aber auch Fahrten mit dem Privat-Pkw durchgeführt.

Die Hauptarbeit beginnt dann am Dienstag. Morgens um 7.30 Uhr sind die ersten Akteure in dem katholischen Pfarrheim und beginnen die Regale und Kühlschränke aufzubauen. Auffallend ist hierbei – und dies ist durchaus nicht als Vorwurf gemeint – die räumliche Enge. Im Keller hat man Unterstellmöglichkeiten und ein Lager unterhält man im ehemaligen Kino in der Stadthalle. Von hier aus werden dann mit einem „Bollerwagen“ die Lebensmittel zur Tafel gebracht. Es fehlen generell ausreichend Kühlmöglichkeiten. 

Die Mitarbeiter*innen räumen nun die Regale ein. Sofern größere Gebinde angeliefert werden (wie z.B. Joghurt; Möhrensalat oder ähnliches) wird dies in kleinere Gebinde verpackt. Hierauf wird das Abpackdatum und das Verfallsdatum handschriftlich notiert. Man muss den Vorschriften der Lebensmittelverordnung folgen.

 

Parallel zum Aufbau werden für die Mitarbeiter*innen in der Küche ein kleines Frühstück vorbereitet. Dies ist der einzige „Lohn“, welche die Mitarbeitenden bekommen.

Es kommen dann auch immer wieder Fahrzeuge mit Lebensmittel an. Sie werden entladen und dann direkt in die Regale geräumt. Vorher werden die mitgebrachten Güter auf die Verwendbarkeit überprüft. Sollten, z.B. beim Salat einige unschöne Blätter außen sein, so werden sie entfernt. Diese kommen anschließend auf einen Gnadenhof als Tierfutter. Es wird somit nichts weggeworfen.

So langsam treffen dann auch die ersten Bedürftigen ein. Mit Einkaufstaschen und Steinen sichern sie sich die ersten Plätze vor dem Eingang. Frau Hillmer erklärte, dass man inzwischen mehr als 200 Haushalte hat. Eine solche Anzahl kann man nicht mehr an einem Tag bedienen. Somit war man notgedrungen gezwungen, dass man 2 Gruppen bilden musste. Jeder Bedürftige kann nur alle 2 Wochen kommen. Man muss sich registrieren und danach ist man berechtigt für einen Unkostenbetrag von €2 bei der Tafel „einzukaufen“. Auf der Registrierung ist auch vermerkt, wie viele Personen in dem Haushalt sind. Leider kommen auch immer wieder Personen, welche nicht registriert sind. Obwohl auch schwierig, wird aber trotzdem immer noch versucht, zu helfen.

Die Ausgabe dauert offiziell bis 15.00 Uhr, wobei es durchaus schon mal länger dauern kann. Danach beginnt der Abbau der Regale und der Kühlschränke, da die Räumlichkeiten in den Folgetagen kirchlich genutzt werden. In der Vergangenheit musste dann auch noch alles geputzt und die Toiletten gereinigt werden, so dass der ehrenamtliche Arbeitstag dann so gegen 18.00 / 18.30 Uhr endete. Inzwischen ist aber hierfür eine gesonderte Putzkraft zuständig.

Neben den Bedürftigen, welche zur Tafel kommen, gibt es aber auch noch einen Personenkreis, welcher nicht mobil ist. Diese werden mit zusammengestellten Einkaufskisten aufgesucht. Jede Person hat seine Besonderheiten, welche – nach Möglichkeit – berücksichtigt werden. Somit sieht man auf den Kisten Vermerke, was in die Kiste hineindarf und was nicht.

Die Abordnung der FWG hat viele Eindrücke gesammelt, welche man im Vorstand und auch mit den Ausschussmitgliedern besprechen möchte. Mit Sicherheit wird es auch zu konkreten Vorschlägen kommen, wie man der Tafel weiterhelfen kann und was dann auch in den einzelnen Gremien angebracht wird.

Es herrscht generell Einigkeit darüber, dass die Zahl der Bedürftigen weiter steigen wird. Die enorm gestiegenen Energiekosten, deren genaue Belastung für den ein oder anderen noch gar nicht absehbar sind, zusammen mit der höheren Inflation (primär im Bereich der Lebensmittel und Verbrauchsgüter) werden dazu führen, dass ein noch größerer Anteil der Bevölkerung Hilfe bedarf und hierzu dürfen wir uns nicht verschließen. Dies war der Eindruck, welchen die FWG an diesem sehr lehrreichen und informativen Vormittag gewonnen hat.

Bericht: Dirk Euteneuer

FWG unter neuer Führung

Zum ersten Mal nach den ganzen coronabedingten Auszeiten konnte die Vorsitzende Andrea Ackermann die Mitglieder der FWG Altenkirchen-Flammersfeld zur Versammlung im Westerwälder Hof in Helmenzen begrüßen.
Es war eine absolut willkommene Angelegenheit, zu der man  sich nochmals intensiv über die ganze Palette an kommunalpolitischen Themen unterhalten konnte. Vorsitzende Ackermann ging dann auch direkt auf die verschiedenen Sachthemen ein. Sie berichtete von allen Projekten, welche in den letzten 2 Jahren auf der Ebene der fusionierten Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld angestoßen und auch schon abgeschlossen wurden. Ergänzt wurde dies durch den Fraktionssprecher der FWG im Verbandsgemeinderat Franz Weiß.
Anschließend führte Jürgen Kugelmeier, als Fraktionssprecher im Stadtrat, die Versammlung durch die Themen, welche aktuell die Stadt Altenkirchen bewegen.
Beide Berichte, egal ob aus dem Verbandsgemeinderat oder dem Stadtrat wurden mit großem Interesse aufgenommen und die ein oder andere Frage wurde an die Berichtenden gestellt.
Als nächster Punkte standen Neuwahlen auf dem Programm. Vorsitzende Andrea Ackermann, sowie Geschäftsführerin Désirée Sarrazin sind aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld weggezogen und können auch somit keine Ämter mehr in dieser wahrnehmen. Aber auch die berufliche Belastung bei Beiden ist derart angestiegen, dass sie sich nicht mehr zur Wahl stellen wollten.
Franz Weiß fungierte als Versammlungsleiter und mit Jörg Gerharz wurde ein neuer Vorsitzender einstimmig gewählt. Gerharz erwähnte, dass er die gute Arbeit seiner Vorgängerin fortführen möchte und überreichte als erste Amtshandlung einen Blumenstrauß an die beiden ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Darüber hinaus sprach er an, dass sein Fokus auf die Umsetzung der Ideen der FWG in der Kommunalpolitik liegen würde. Aber dies sei eben nur als Team zu realisieren und diesen Teamgedanken möchte er weiter nach vorne treiben.
Im Anschluss wurde Dirk Euteneuer zum neuen Geschäftsführer gewählt. Er schloss sich den Worten von Jörg Gerharz an und sah eine seiner zukünftigen Aufgaben darin für die entsprechende Kommunikation und Transparenz bei der Arbeit der FWG zu sorgen.
Die übrigen Vorstandspositionen bleiben unverändert. 

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