Klaus-Dieter Adrian neuer FWG Kreisvorsitzender

Am 9. Januar 2024 fand die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der Freien Wählergruppen im Kreis Altenkirchen in Elkenroth statt.

Vorsitzender Hubert Wagner eröffnete die Sitzung und gab einen Rückblick über die aktuellen Themen, welche derzeit die FWG auf kommunaler Ebene beschäftigen. Generell war seine Bemerkung, dass auf Bundes- und Landesebene Entscheidungen getroffen werden, welche dann auf niedrigster Ebene, sprich den Gemeinden umgesetzt werden müssen. Die kommunale Familie hat kaum noch Möglichkeit in irgendeiner Art und Weise mitzureden oder zu entscheiden. Es wird ganz einfach das Umsetzen vorausgesetzt und hier kommen viele Kommunen auch ganz einfach an das finanzielle Limit.

Auch die aktuelle Diskussion bezüglich der Asylunterkunft in Isert ist hierfür ein klares Beispiel. Hier bleibt dem Kreis und der Verbandsgemeinde keine andere Möglichkeit, als Vorgaben umzusetzen. Ähnlich sieht es mit dem Krankenhaus in Altenkirchen aus. Laut Wagner hat die ganze Angelegenheit ein „gewisses Geschmäckle“, dass das Krankenhaus gezielt in Richtung des finanziellen Missstandes gefahren wurde. Dem ein oder anderen Landespolitiker kann man hier durchaus Lokalpatriotismus  vorwerfen und eine Missachtung, dass diese Politiker eigentlich die gesamte Region, auch über Kreisgrenzen hinweg, vertreten sollten.

Auch die Finanzierung der Kindertagesstätten ist ebenfalls ein Thema, wo die Kommunen alleine gelassen werden. Die Vorgaben kommen von der Landesregierung, aber umsetzen – auch im finanziellen Rahmen – müssen es die Kommunen. Den ÖPNV schnitt er ebenfalls an. Hier werden in den kommenden Jahren Kosten auf die Kommunen zukommen, welche teilweise noch nicht komplett abgeschätzt werden können.

All dies sind Punkte, welche die parteilich unabhängige und kommunale Arbeit der FWG fordern. Somit sieht Wagner, auch bedingt durch die aktuelle Politikverdrossenheit, Potential für die FWG, welche in der Kommunalwahl dem Wähler aufgezeigt werden muss.

Im Anschluss an die Einleitung von Wagner, gab der Kassierer Manfred Berger einen Überblick über die Finanzlage, welche durchaus als gesund bezeichnet werden kann. Kassenprüfer Klaus-Dieter Adrian attestierte eine gute und genaue Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes, welcher auch entsprochen wurde.

Vorsitzender Hubert Wagner stand dann nach 12 Jahren Vorsitzendentätigkeit nicht mehr zur Wahl. Er erwähnte, dass er auch nicht mehr für den Kreistag kandidieren möchte. Im Verbandsgemeinderat Wissen sowie als Ortsbürgermeister in Birken-Honigsessen wird er aber weiter zur Verfügung stehen. Als Nachfolger schlug er Klaus-Dieter Adrian vor. Dieser erklärte auch prinzipiell seine Bereitschaft, wobei er allerdings darum bat, dass zuerst die übrigen Vorstandspositionen besetzt würden und dann im Block abgestimmt wird. Dem kam die Versammlung gerne nach, da es auch wichtig ist, wenn ein komplettes Team die Führung übernimmt.

Als stellvertretender Vorsitzender wurde Peter Schwan vorgeschlagen. Für das Amt des Geschäftführers kandidierte dann Christoph Frank und Manfred Berger war bereit für eine weitere Wahlperiode als Kassierer zur Verfügung zu stehen. Diese 4 Personen wurden dann im Block zum neuen Vorstand der Kreis FWG gewählt.

FWG Altenkirchen-Flammersfeld e.V. ehrt langjährige Mitglieder

Anlässlich der Mitgliederversammlung wurden von der FWG Altenkirchen-Flammersfeld einige langjährige Mitglieder geehrt. Dies erfolgte erstmals in der nun doch über 50 Jahre bestehenden Wählergruppe. Vorsitzender Jörg Gerharz, welcher die Ehrungen zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Hubert Wagner vornahm, wies im Besonderen darauf hin, dass diese Mitglieder die FWG über Jahre geprägt haben und nach außen auch das Gesicht der FWG waren. Somit gebührt Ihnen Dank und Anerkennung für diese lange Zeit, was heutzutage absolut keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Neben einer Urkunde überreichte er einen Westerwälder Tonkrug mit dem Wappen der FWG. Leider konnten nicht alle zu Ehrenden an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Ihnen wurden aber inzwischen auch die Urkunden übergeben.

Geehrt wurden für 25 Jahre: Helmut Merkelbach.  Für 30 Jahre: Volker Bosch, Erhard Hausmann, Klaus-Dieter Hundt, Klaus Lauterbach, Klaus Schmidt, Michael Spitzer, Dieter Wilhelmi. Für 40 Jahre: Franz Weiss und für 50 Jahre: Walter Wentzien.

Mitgliederversammlung vom 21. November 2023

Vorsitzender Jörg Gerharz konnte zur jährlichen Mitgliederversammlung nicht nur die eigenen Mitglieder sondern auch einige Personen, welche am Eintritt zur FWG interessiert sind, begrüßen. Ebenfalls war der Kreisvorsitzende Hubert Wagner zugegen. Gerharz berichtete von den personellen Veränderungen in der Führung der FWG und auch im Verbandsgemeinderat. Des weiteren wies er darauf hin, dass sich die FWG alleine durch die Mitgliedsbeiträge finanziert und somit auch auf einen starken Mitgliederstand angewiesen ist. Des weiteren berichtete er von den Besuchen beim Historischen Quartier, der Firma Jagotech und der Firma Osterkamp. Auch hat man sich schiesssportlich betätigt und bei der SG Altenkirchen und dem SV Leuzbach-Bergenhausen an entsprechenden Schießen teilgenommen.

Jürgen Kugelmeier, als Fraktionssprecher im Stadtrat berichtete und erklärte der Versammlung die Erhöhung der Hebesätze. Er berichtete auch positiv davon, dass das Gewerbesteueraufkommen gestiegen ist. Einblicke gab er zum Thema „Innerstädtische Entwicklung“, dem aktuellen Sachstand bezüglich Stadthalle Altenkirchen und auch zum Fachmarktzentrum. Selbstverständlich schnitt er auch das Thema DRK Krankenhaus und den Bereitschaftsdienst an, wozu später aber nochmals detailliert Stellung bezogen werden sollte.

Walter Wentzien, als Fraktionssprecher der FWG im Verbandsgemeinderat, schloss sich mit seinen Kommentaren an. Er berichtete von den Platzproblemen im Bereich der Grundschulen und nahm auch Stellung zu den Lüfteranlagen in diesen. Im Bereich der Kindergärten erwähnte er, dass vom Land ein Investitionsbedarf in der Höhe von 11 Mio € gesehen würde. Dies wird derzeit aber heftigst in den Gremien der Verbandsgemeinde diskutiert. Um das viel diskutierte Thema der Ortsumgehungen der B8 erwähnte Walter Wentzien, dass die FWG sich der Meinung anschließt, dass diese abgelehnt werden, aber wir sollten die „Tür offen lassen“, dass dieser Investitionstopf nicht geschlossen wird und somit noch andere Infrastrukturprojekte durchgeführt werden können. Auch sprach er davon, dass das Projekt „die gute Quelle“ des Kulturbüros leider aufgrund von fehlenden Fördergeldern gestrichen werden musste. Er berichtete von dem Förderprogramm innerhalb der VG, wo Baulücken oder innerörtlicher Leerstand geschlossen und wieder belebt werden sollen. Hier stehen entsprechende Gelder zur Verfügung.

Hubert Wagner nahm auf Kreisebene dann ebenfalls zum Krankhaus Stellung. Auch Jörg Gerharz schloss sich in einem größerem Umfang diesem Thema an. Er machte überdeutlich, dass man die finanziellen Aspekte nicht vor die Versorgung der Bevölkerung stellen darf. Auch ein Abbau der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen ist absolut nicht hinnehmbar. Für ihn war es schon systematisch, dass das Krankenhaus Altenkirchen abgebaut werden sollte. Als Lösungsvorschlag stimmte er der jüngsten Veröffentlichung der Hausärzte aus Altenkirchen zu. Hier sind konstruktive Lösungsansätze zu sehen, welche dann auch hoffentlich von den Entscheidungsträgern übernommen werden.

Im Anschluß berichtete Kassierer Sascha Schwarzbach von einem gesunden Kassenbestand, welcher durch die Kassenprüfer bestätigt wurde.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurden die bisherigen Stelleninhaber bei jeweils eigener Enthaltung wie folgt in ihren Ämtern bestätigt: Jörg Gerharz 1. Vorsitzender, Jürgen Kugelmeier stellv. Vorsitzender, Klaus-Dieter Adrian stellv. Vorsitzender, Sascha Schwarzbach Kassierer, Dirk Euteneuer Geschäftsführer, Jesko Wentzien Beisitzer, Manfred Berger, Beisitzer.

Wie auch in den früheren „Wahljahren“ üblich wurde auch beschlossen, dass der Mitgliedsbeitrag im Jahr 2024 verdoppelt wird. Kassierer Schwarzbach wies aber auch darauf hin, dass er dies in 2 Etappen einziehen wird.

Bei der anschließenden allgemeinen Aussprache wurde darüber diskutiert, wie man speziell die jungen Mitbürger dazu bringen könnte, sich politisch einzubringen und als Mitglieder der FWG gewinnen kann.

Stellungnahme von Walter Wentzien zum Thema Ortsumgehungen B8 (VG Ratssitzung 12.10.23)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren

Ich nehme an, dass sich alle Bürger aus unserer Region einen besseren Verkehrsfluss in alle Richtungen, egal mit welchem Verkehrsmittel sie sich bewegen, wünschen. Dass die Ost- Westverbindung bestehend aus B 8 und B 256 nun schon seit vielen Jahren in der Diskussion steht, ist auf Grund ihrer Bedeutung für die vielen PKW-Pendler, Handwerksbetriebe und Speditionen, die zum einen in Richtung Hessen und zum anderen in Richtung der Rheinschiene fahren, klar. Einige Dinge haben sich im Laufe der Zeit verbessert, auch wenn die Maßnahmen zäh und schleppend ausgeführt wurden. Nun wird schon seit Jahren vom LBM für den Bund geplant, Ortsumgehungen in westlicher Richtung von Altenkirchen zum Anschluss an die Autobahn bei Hennef zu bauen. Und hier kommt wieder einmal die Hilflosigkeit und Entscheidungsträgheit der Verantwortlichen in den entscheidenden Positionen zum tragen.

Zwischen der Autobahn bei Hennef und Altenkirchen liegt noch Uckerath. Jeder weiss, das ohne eine wesentliche Verkehrsverbesserung in Uckerath die geplanten Ortsumgehungen in Helmenzen, Weyerbusch und Kircheib nur ganz wenig Zeitersparnis bringen. Bei solchen Maßnahmen, wie sie hier bei uns an der B 8 geplant werden, muss ich in kompletten Abschnitten denken und nicht stückweise rumkleckern. In Uckerath müsste eine große Lösung her. Bei uns könnte man mit kleinen Lösungen viel erreichen, ohne einen riesigen Verbrauch an

Wiesen und Ackerland herbeizuführen. Solch eine Lösung würde auch noch zu einer wesentlichen Kostenreduzierung führen. Mit dieser Komplettlösung könnten dann auch die vielen Unternehmen, egal ob sie aus dem Oberwesterwald oder dem Kreis Altenkirchen kommen und ihr Geld im Raum Bonn, Köln, Düsseldorf oder in Hessen verdienen, leben.

An dieser Stelle vielen Dank Fred, dass Du auf Grund meiner Anregung noch die Passage „Verkehrssituation Uckerath“ in unser Papier eingearbeitet hast.

Das ist der Istzustand.

Wie geht es weiter?

Unser Bürgermeister hat entschieden, dass sich die VG zu diesem Thema äußert und ihre Meinung sagt. Dazu hat die Verwaltung ein umfangreiches Papier verfasst, in dem das Für und Wider für die geplanten Abschnitte dargestellt wird. Prüfbedürftige Alternativen zur Verbesserung der Verkehrslage sind ebenfalls aufgeführt. Das Ganze mündet in einem Beschlussvorschlag, der in den Augen der FWG ausgewogen und zustimmungswürdig ist.

Der erste Satz in dem Beschlussvorschlag ist allerdings umstritten.

Im Bau- bzw. Hauptausschuss wurde der Beschlussvorschlag in der vorliegenden Form bestätigt. In der vorliegenden Form sprechen wir uns dafür aus, dass an Stelle der Ortsumgehungen Alternativmaßnahmen zur Ausführung kommen. Diese sind aufgelistet. Sollten weitere gute Vorschläge aus der Bevölkerung kommen, sollten wir diese sammeln und sie bei kommenden Verhandlungen mit einfließen lassen. Gegner dieses Beschlussvorschlages wollen den Bau der Umgehungsstraßen kategorisch ablehnen.

Das ist sehr gefährlich.

Sollten sich die zuständigen Entscheidungsträger unsere Ablehnung zu Herzen nehmen und entgegen ihrer sonstigen zögerlichen Handlungen die Entscheidung treffen, uns aus dem Bundesverkehrswegeplan herauszunehmen, wäre das fatal. Sollten sie auch noch unsere Alternativvorschläge nicht gut finden und diese auch ablehnen stehen wir bei Null da.

Meine Damen und Herren,

die angedachte radikale Ablehnung der Umgehungsstraßen spielt der jetzigen Bundesregierung möglicherweise in die Karten. Das Vorgehen der jetzigen Regierung, den Autofahrern das Leben zu erschweren, ist offensichtlich. Wo regierungsnahe Parlamente in den Kommunen regieren, sollen Tempo 20 Zonen in den Innenstädten errichtet werden. Das hat mit Verkehrssicherheit und Umweltschutz nichts mehr zu tun. Es ist eine einfache Gängelung der Autofahrer. Parkgebühren und Anliegerparken werden bis zu zehnmal teurer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Maßnahmen in den Innenstädten die Geschäftsleute erfreuen. Wir werden noch mehr Geschäftsaufgaben und Leerstände haben. Ein Spitzenpolitiker aus Hessen hat verkündet, dass er den Individualverkehr jedes Jahr um 10 % senken will. Die Partei dieses Mannes hat die Wahl am vergangenen Sonntag glücklicherweise verloren.

Bei all diesen Überlegungen könnte unsere schroffe Ablehnung den entsprechenden Entscheidungsträgern zum jetzigen Zeitpunkt gerade recht sein. Wir würden bei künftigen neu gewählten Bundes- und Landesregierungen, die mit Sicherheit eine andere Zusammensetzung haben werden, überhaupt keine Beziehungspunkte mehr haben, wenn wir uns mit Straßenbauprojekten an sie wenden. Man wird uns sagen, Sie haben damals alles abgelehnt, im Bundesverkehrswegeplan steht überhaupt nichts mehr und Ihre Vorschläge wurden damals auch abgelehnt. Wir wären auf Jahre aus dem Gespräch.

Wenn die Straßen weiterhin in dem Bundesverkehrswegeplan stehen, können wir bei allen künftigen Verhandlungen auf die enormen Kosten, die der Umgehungsstraßenbau mit sich bringen würde, hinweisen und wir könnten unsere günstigeren Alternativen ins Spiel bringen.

Meine Damen und Herren, stimmen Sie der vorliegenden Fassung der Beschlussvorlage zu. Sie tun damit allen Personen, die am Straßenverkehr in unserer Region teilnehmen, einen Gefallen. Sie sorgen damit dafür, dass wir weiterhin im Gespräch für eine unstrittige Verkehrsverbesserung in unserer Region bleiben.         

Stellungnahmen Walter Wentzien während VG Sitzung am 20.07.2023

Während der Verbandsgemeinderatssitzung am 20.07. hat der Fraktionssprecher der FWG Altenkirchen-Flammersfeld Walter Wentzien zu den nachfolgend aufgeführten Themen folgende Stellungnahmen abgegeben, welche wir im Originalwortlaut widergeben:

Förderprogramm zur Innenentwicklung
Es ist richtig die Gemeinden der VG von innen heraus zu entwickeln und zu stärken.

Das wir Anreize schaffen, alte Bausubstanz zu sanieren, Nutzungsänderungen in Wohnraum unterstützen, Austausch alter Gebäude in Neubauten fördern und Bebauung in Baulücken bezuschussen ist gut.

Statt immer neue Baugebiete am Rande der Ortschaften entstehen zu lassen ist die Idee im Innenbereich die bestehenden Infrastrukturen zu nutzen um neuen Wohnraum zu schaffen unterstützenswert.

Wichtig ist, dass die Maßnahmen von der ab dem 01.07.2023 beginnenden Förderperiode „Leaderförderung“ unterstützt werden.

Der letzte Satz im Beschlussvorschlag, dass, wenn es keine Förderung gibt, wir das Förderprogramm trotzdem auf eigene Rechnung durchziehen, tut mir weh. Trotzdem steht die FWG Fraktion zu dem Beschlussvorschlag. Noch können wir uns solche Ausgaben leisten. In naher Zukunft wird es immer schwieriger, solche Schmankerln zu verteilen.

In der RZ fordert die Junge Union die Baulücken innerorts zu bebauen. Das ist aber nicht nur eine Forderung der Jungen Union, sondern ich glaube, wir alle hier würden uns freuen, wenn in dieser Hinsicht mehr passieren würde. Aber dafür müssten diese Lücken auch zur Verfügung stehen. Viele dieser Grundstücke werden von Opa und Oma bzw. den Eltern für ihre Enkel oder Kinder freigehalten , so dass die irgendwann einmal dort bauen.

Mein Vorschlag, den Eigentümern über die gleich zu beschließenden Maßnahmen den Verkauf schmackhaft zu machen wurde in Vorgesprächen belächelt. Nach wie vor glaube ich, dass man hier etwas tun müsste, damit solche Bauplätze im Innenbereich dem Markt zur Verfügung gestellt werden. Die vor vielen Jahren eingeführten Maßnahmen, wie Besteuerung und Abgaben auf diese Grundstücke, reichen scheinbar nicht aus, die Eigentümer dazu zu bringen, die Bauplätze zu verkaufen.  

Mitteilung für Maßnahmen an und in Kindergärten

 Die FWG kann über die Forderungen verschiedener Fachbehörden über Maßnahmen an und in den Kindertagesstätten nur den Kopf schütteln. Wenn wir den nötigen Neubau in Neitersen von dieser Liste streichen, sollen wir bis 2028 rd. 7 Mio. € in die Kindergärten investieren. Darunter sind Maßnahmen, die für uns nicht nachvollziehbar sind. Wenn wir diesen Forderungen uneingeschränkt nachkommen wollen, müssen wir weiter an der Umlageschraube drehen. Diejenigen, die die Maßnahmen fordern, sind nämlich nicht bereit, uns Gelder in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stellen.

Wir sollten das Machbare und Sinnvolle anpacken und umsetzen und die unsinnigen und nicht finanzierbaren Forderungen ablehnen, die von den Landesbehörden angeordnet werden.  

Raumbedarf Erich-Kästner-Schule in Altenkirchen

Vor meiner Aussage zur Containeranlage möchte ich noch Folgendes bemerken.Die FWG ist für Bildung und unterstützt Schulen und Kindergärten, wenn es denn Sinn macht.

Die Containeranlage, die wir bestellen wollen und die wir mal wieder selbst bezahlen müssen (es gibt keine Zuschüsse vom Land und Kreis), reicht in ihrer Größe zum jetzigen Zeitpunkt aus. Kosten ca. 150.000 EURO.

Die vorhandene Wohnung in der Schule wird für ca. 50.000 EURO umgebaut und wird der Schule dann für verschiedene Aktivitäten zur Verfügung stehen.

In der Sitzung des Schulträgerausschusses wurde klargestellt, dass es jederzeit möglich ist, einen weiteren Container anzubauen ohne weitere Kosten für Wasser-, Kanal- und Stromanschluss.

Vom Kollegen Noll (FDP Fraktion) wurde dann ohne Not der Erweiterungscontainer ins Spiel gebracht. Kosten mit Möbelierung 125.000 EURO. Eine in meinen Augen unnötige Aufforderung an die Schulleitung Platzbedarf anzumelden. Wir können und dürfen bei solchen Maßnahmen über den geforderten Rahmen hinaus keine Geschenke anbieten. Dafür haben wir einfach kein Geld. Was nötig ist, ja. Aber mehr auch nicht. Zumal, wenn weitere zukünftige nötige Erweiterungsmaßnahmen ohne zusätzliche Kosten getätigt werden können.

In der Sitzung des Schulträgerausschusses habe ich die Schulleiterin so verstanden, dass sie schon einmal sehr erleichtert ist, dass der Container angeschafft und die Wohnung umgebaut wird. Unverständlich ist für mich, dass es nach der Sitzung praktisch noch eine Nachsitzung im kleinen Kreis gab. Es bleibt jedem selbst überlassen, nach einer Sitzung noch Gespräche zu führen. Nur sollten solche Gespräche unsere Entscheidungen nicht beeinflussen. Alle sollten den gleichen Wissensstand haben. Noch etwas zum Zusatz im Beschlussvorschlag bzgl. des Bedarfs zweiter Container. In einer E-Mail vom 04.07.2023 von der ADD teilt diese mit, dass sie kurzfristig einen erhöhten Bedarf an Klassenräumen sieht. Das beschließen  wir jetzt mit der Bestellung des Containers. Für 2025 bis 2028 kann sie jedoch nur eine Klassenzahl von 14 bestätigen. Wenn die ADD wieder erhöhten Klassenbedarf sieht, wird sie sich bei uns melden. Ich nehme an, dass die ADD nicht nur die Klassengröße und die Klassenanzahl beobachtet, sondern auch die einzelnen Betreuungsangebote bewertet und in ihre Raumplanung mit einbezieht. Deshalb halte ich den Zusatz in dem Beschlussvorschlag für nicht nötig. 

Stellungnahme Walter Wentzien zum Thema Glasfaserausbau

Der Fraktionssprecher der FWG Altenkirchen-Flammersfeld e.V. Walter Wentzien hat bei der Sitzung des Verbandsgemeinderates im Frühjahr 2023 folgende Stellungnahme abgegeben, welche wir hier im Wortlaut wiedergeben:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem der Bürgermeister und die Vorredner den Werdegang für den Ausbau mit Glasfaserkabel in den Ortsgemeinden ausführlich erklärt haben, möchte ich einige, für die FWG wichtige Überlegungen in die Diskussion einfließen lassen.

Im Hauptausschuss wurde ja ausgiebig über die Vorgehensweise beraten und auch entschieden. Vor allen Dingen wurde entschieden, und das schlägt sich in der heutigen Sitzungsvorlage nieder, dass wir nicht heute schon jeden Preis, der in vielleicht zwei bis drei Jahren für den Ausbau der sogenannten grauen Flecken (das sind die Gemeinden, die nicht in Kürze eigenwirtschaftlich durch die Deutsche Glasfaser bzw. Glasfaser plus kostenlos ausgebaut werden) angeboten wird, akzeptieren. Sollten die Preise über 1.060 EURO liegen, muss sich der Verbandsgemeinderat neue Gedanken machen und neu entscheiden. Ich hoffe, dass, wenn die Baumaßnahmen in den Gemeinden, die jetzt kurzfristig in Eigenwirtschaftlichkeit, also kostenlos abgeschlossen sind, es neue Angebote gibt. Es könnte sein, dass die beiden ausführenden Firmen, ich nenne sie jetzt mal Unterfirmen der Deutschen Telekom, Arbeitskapazitäten frei haben und uns zusammen mit der Deutschen Telekom gute Angebote machen, die restlichen grauen Flecken günstig auszubauen. Es wäre vielleicht wichtig und hilfreich, dass die Anschlussteilnehmer in diesen Orten in den nächsten Monaten und Jahren Anschlussbereitschaft und vor allen Dingen Vertragsbereitschaft signalisieren. Man könnte unter Umständen Listen auslegen, in die sich die Bürger eintragen könnten. Das könnte die Sache im Preis dann, wenn über die Verlegung verhandelt wird, positiv beeinflussen.

Aber, meine Damen und Herren, über diesen Überlegungen steht ein großes Fragezeichen. Die Fördermittel von 90% von Bund und Land sind ja noch nicht einmal beantragt. Sie sollen in naher Zukunft vom Kreis beantragt werden. Wann dann eine Zusage kommt, steht in den Sternen. Wir kennen ja alle die Probleme bei der Entbürokratisierung und die Schnelligkeit der Verwaltungen. Denken Sie an den Hick Hack bei den Zuschüssen und die daraus entstehende Verzögerung für unser im Bau befindliches Hallenbad. Im Kleinen wie im Großen läuft in Deutschland vieles schief. Ich möchte Ihnen noch zwei Beispiele nennen, die unsere Region betreffen.

Vor ca. fünf bis sechs Jahren war eine Sitzung im Rathaus, in der hochrangige Landesvertreter über die Anschlüsse an der B 414 (Hochstraße Altenkirchen und Sörth, Ingelbach) Auskunft gegeben haben. Auf Nachfrage wurde erklärt, dass es nach zwei bis drei Jahren Planfeststellungsverfahren noch zwei bis drei Jahre dauern könnte, bis die Maßnahme fertig sei. Die angegebene Zeit ist mittlerweile verstrichen. Heute müssen wir uns den Fragen von Bürgerinitiativen stellen, die gegen einen Ausbau dieser Unfallschwerpunkte sind.

Vor ca. vier Jahren schloss der Rewe -genannt Jumbo- Markt. Von Anfang an hatte der Eigentümer die Bereitschaft signalisiert: Ich baue etwas Neues, Schönes, Großes. Für die Stadt ein Segen. Das Zentrum sollte 2022 oder 2023 eingeweiht werden. Ich will Ihnen weitere Einzelheiten ersparen. Nur soviel. Es gibt ein ständiges Hin und Her. Ständig neue Forderungen, ständig neue Vorschriften der Behörden. Eine Baugenehmigung ist immer noch nicht erteilt.

Trotz der gestrigen Lippenbekenntnisse der Bundesregierung, dass alles schneller gehen soll, glaube ich nicht daran. Bei Einzelmaßnahmen könnte das unter Umständen sein. Dazu muss aber das Wasser bis zum Hals stehen und die Not sehr groß sein. Siehe den Bau der Gasterminals an der Nordsee, wo alles ohne große Genehmigungsverfahren durchgewunken wurde.

Zurück zum Kabel. Die Zuteilung des Zuschusses wird sich danach richten, wie der Kreis Altenkirchen von Bund und Land eingestuft wird. Vor Jahren wurden die Leitungen der Telekom zu den Verteilerkästen im Kreis schon mal aufgerüstet. Es kann deshalb sein, dass man bei Bund und Land keine so große Dringlichkeit für die Förderung sieht und andere Kreise bevorzugt gefördert werden.

Wenn ich mir weiter anschaue, was so alles durch den Bund für die Verbesserung des Klimas geändert werden soll und das mit einer enormen Geschwindigkeit bin ich skeptisch, ob da in naher Zukunft überhaupt etwas kommt. Ich frage mich, woher das Geld für die vielen Förderungen überhaupt kommen soll.

Ich möchte nochmal für die FWG erklären, dass wir hinter dem Beschlussvorschlag stehen. Wir sind dafür, dass die Gemeinden, die nicht in den Genuss von Eigenwirtschaftlichkeit, also kostenloses Verlegen des Kabels kommen, von den Gemeinden, die das kostenlose Kabel bekommen, über die VG-Umlage unterstützt werden. Das kann allerdings, wie eben erklärt, noch länger dauern. Auch der im nächsten Jahr neu gewählte Verbandsgemeinderat sollte sich dann dafür einsetzen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
da ich ein paar Dinge, die Land und Bund betreffen angesprochen habe, die nicht geklappt haben oder die zur Zeit in Arbeit sind und nicht vorangehen, möchte ich zum Schluss noch eine Bitte, einen Wunsch, ja sogar eine Forderung äußern. Meine Damen und Herren von den politischen Parteien, egal ob Ihre Partei an der Regierung oder in der Opposition bei Bund und Land ist. Sie kennen alle die Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis oder die sogenannten Thekengespräche über Politik. Es gibt nicht allzuviel Gutes, wenn über die Politik von Bund und Land gesprochen wird. Sie meine Damen und Herren machen Kommunalpolitik und wissen, wo den Menschen und Kommunen der Schuh drückt. Erzählen Sie dieses Ihren Abgeordneten und fordern sie auf, sich um die Sorgen der Menschen und die Probleme in unseren Kommunen zu kümmern, so dass sie ihre Politik und ihre Entscheidungen danach ausrichten. Verteidigen Sie nicht vorbehaltlos die Entscheidungen Ihrer Partei. Gestehen Sie auch mal ein, dass die Partei Fehler macht und versuchen Sie es durch Ihre Stimme zu ändern.

 

FWG besucht Firma Osterkamp in Walterschen

Die FWG Altenkirchen-Flammersfeld hat sich zum Ziel gesetzt heimische Wirtschaftsbetriebe zu besuchen und mit diesen über die sie bewegenden Themen zu sprechen. Ein solches Gespräch fand kürzlich mit der Firma „Osterkamp- Draht u. Zaun GmbH“ statt. Empfangen vom Geschäftsführer Heinz-Joachim Osterkamp und seinem Prokuristen Robert Müller, wurde zuerst der Standort in Walterschen und anschließend das imposante Lager in Giershausen besucht, welches als Hauptversandort dient.
Gegründet im Jahre 1927 durch den Großvater des heutigen Geschäftsführers, ist das Unternehmen weiterhin ausschließlich im Familienbesitz. Insgesamt beschäftigt man etwas über 80 Personen und hat Vertriebsniederlassungen in Köln und Ginsheim-Gustavsburg. Von dort werden Nordrhein-Westfalen bzw. das Rhein-Main Gebiet beliefert. Es werden ausschließlich der Groß- und Einzelhandel bedient. Während des Rundgangs war es interessant zu sehen, wir breit gefächert das Sortiment sich doch gestaltet. Auch die Anforderungen an den Zaun und die Tore erwiesen sich als sehr anspruchsvoll. Für die Firma Osterkamp ist es wichtig, dass – wenn man Zukaufteile hat -, dass diese aus der Region stammen. So fühlt man sich auch selbst sehr wohl in Walterschen und war im Jahre 2020 zufrieden, als man den leerstehenden Gebäudekomplex in Giershauen übernehmen konnte und ihn mit höheren Investitionssummen für die eigenen Bedürfnisse herrichten konnte.
Natürlich kam das Thema Fachkräftemangel auf. Hiervon ist auch die Firma Osterkamp betroffen. Man bildet in den unterschiedlichsten Berufen aus und ist auch stolz darauf, dass man gut ausgebildeten eigenen Nachwuchs mit in die Führungsetage zeihen konnte. Generell ist es allerdings schwierig an Fachkräfte zu kommen. Das Lohngefüge zum Beispiel im Rheingraben ist dann schon anders und somit nicht verwunderlich, dass potenzielle Arbeitnehmer dahin abwandern. Ein weiteres Thema war die aktuelle Diskussion bezüglich den Ortsumgehungen der B8. Für die Firma Osterkamp wäre es natürlich schön, wenn eine Anbindung der L276 zwischen den Ortschaften Hasselbach und Weyerbusch erfolgen könnte. Die Firma Osterkamp möchte sich hierzu nicht zu stark positionieren. Wichtiger als die Umgehung Weyerbusch sind für sie die Planung und der Ausbau der Umgehung Uckerath. Was die vierte Generation in der Geschäftsführung betrifft, so ist der Sohn von Heinz-Joachim Osterkamp schon als Geschäftsführer nominiert.

FWG besucht Papierfabrik Jagotech

Der Standort in Almersbach besteht als Papierfabrik seit dem Jahr 1838. Damals durch den Industriellen Ferdinand Jagenberg gegründet, war das Unternehmen 5 Generationen im Familienbesitz der Familie Jagenberg. Seit dem Jahr 1991 hat das Unternehmen dann mehrmals den Gesellschafter gewechselt und dies nahm die FWG Altenkirchen-Flammersfeld zum Anlass das Traditionsunternehmen im Wiedtal zu besuchen und sich über die Zukunftsaussichten zu unterhalten.

Angeführt durch den Vorsitzenden Jörg Gerharz wurden die Interessenten durch den Geschäftsführer Michael Schneider, den Produktionsleiter Matthias Pohle und Vertriebs- und Marketingspezialistin Katharina Weller sehr freundlich und offen empfangen. Schneider selbst ist auch in 3ter Generation im Unternehmen tätig und hat die Papiermacherei von der Pieke auf gelernt. Er ist nun als Geschäftsführer seit 2021 tätig. Seinerzeit wurde das Unternehmen aus der Lydall Gruppe ausgelöst und von einem familiengeführten Finanzinvestor übernommen. Wie Schneider sich ausdrückte, wollte er in erster Linie „das Schiff am Laufen halten“.

Das Thema Nachhaltigkeit gehört förmlich zur DNA des Standorts. Schon zu „Jagenberg Zeiten“ hat man sich mit Alternativfasern beschäftigt. Textilfasern werden seit Jahrzehnten verwendet. Man beschäftigt sich natürlich auch klassisch mit Altpapier. Aber auch Grasfasern sind derzeit im Entwicklungsportfolio erhalten. In dem eigenen Labor arbeitet man konstant an Weiterentwicklungen. Die Anwendungsgebiete sind breit gefächert. Sie reichen von Anwendungen in der Papierindustrie, über Spezialpapiere für thermische und elektrische Isolation bis hin zum Automobilsektor. Die FWG Teilnehmer zeigten sich überrascht, welch innovatives und zukunftsorientiertes Unternehmen in der unmittelbaren Nachbarschaft ist.

Jagotech hat aber auch mit den Herausforderungen der aktuellen Zeit zu kämpfen und dies bedeutet Energiepreise und Fachkräftemangel. Schneider verwies darauf, dass die Energiekosten heutzutage bis zu 45% der Herstellungskosten der Papiere sind. Die extremen Erhöhungen der letzten Monate sind extrem schwer im Markt wiederzubekommen.

Aber auch der Fachkräftemangel zeigt sich. Jagotech bildet in kaufmännischen und in technischen Berufen aus. Es wird aber immer schwerer Interessenten zu finden. Der Beruf des Papiermachers ist in unserer Region total unbekannt. Schneider bemüht sich in den sozialen Medien extrem darum Interessenten zu finden, aber die Resonanz ist irgendwie ernüchternd. Dies ist eigentlich erstaunlich, da dieser handwerkliche Beruf heute mehr die Prozesssteuerung via moderner digitaler Technik beinhaltet und mit körperlicher Belastung eigentlich nichts mehr zu tun hat.

Schneider erwähnte, dass aktuell 62 Personen im Hoffnungstal beschäftigt werden. Sein Ziel ist aber, wieder auf über 80 Personen zu kommen und hieran arbeitet er derzeit. Auch im Bereich Marketing und Vertrieb möchte man sich verstärken um somit auch die weltweite Bekanntheit des Unternehmens noch weiter zu steigern (aktueller Exportanteil liegt bei 78%).

Neben alternativen Fasern und neuen Anwendungsgebieten arbeitet man bei Jagotech auch an Alternativen im Bereich Energie. Es werden Überlegungen angestrengt, was die Stromgewinnung über Photovoltaikanlagen betrifft. Hier ist man auch in Gesprächen mit der Verbandsgemeindeverwaltung. Zur Dampferzeugung (wichtig für die Trocknung der Papiere) überlegt man an ein Blockheizwerk.

Beim Betriebsrundgang zeigten sich die FWG’ler beeindruckt von der Vielseitigkeit des Unternehmens. Hier kann man noch direkt sehen, wie der Papierbrei zu Papier gemacht wird und dann anschließend weiterverarbeitet wird. Neben den beiden Papiermaschinen, welche im 24-Stunden-Betrieb laufen ist eine Vielzahl von Verarbeitungsanlagen aktiv. Alles ist dafür da, dem Kunden ein passförmiges Produkt zu erstellen, was seine unternehmensspezifischen Anforderungen abdeckt.